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Geschichte & Tradition

Geschichte & Tradition

Dies wird in unserem Hause großgeschrieben.

Momentan wird Ferdinand Stuflesser 1875 in fünfter Generation geführt. Hier einige geschichtliche Meilensteine:

Die vierte Generation, 1973 – 2004

Die vierte Generation wurde in den 70er Jahren begonnen, als Ferdinando Stuflesser die Werkstätten übernahm. Ferdinando wurde in italienischen, deutschen und englischen Schulen ausgebildet. Er war für seine anhaltende Suche nach Vervollkommnung und Qualitätsgarantie für die Zufriedenheit der Kunden bekannt. Viel Bedeutung misste er dem umfangreichen Archiv bei, das nicht nur bei der Identifizierung von Werken immer noch hilft, sondern auch als unabdingbare Palette an originalen Zeichnungen und Entwürfen dient. Durch zahlreiche Geschäftsreisen weltweit war er in der Lage viele Netzwerke auf zu bauen. Ferdinando führte das Studio mit der wertvollen Hilfe seiner Gemahlin Marlene Comploj, die immer noch des Öfteren im Unternehmen mitwirkt.
Ferdinando war der Erfinder des Namens Ars Sacra 1875 Ferdinand Stuflesser. Da er auf Restaurierungen spezialisiert ist, hatte er des Öfteren die Möglichkeit Werke seines Ur- und Großvaters zu restaurieren – eine sehr starke Empfindung. Er schuf auch zahlreiche Monumente.

Die dritte Generation, 1935 – 1973

Die dritte Generation wurde von Ferdinand Stuflesser II in den Jahren um 1939 begonnen. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten die der Zweite Weltkrieg mit sich brachte, wo die Werkstätten geschlossen waren, war Ferdinand der Erfinder einer verschiedenen Methodologie der Holzbehandlung, die noch immer von uns benützt wird. Wie seine Vorfahren, hat auch er durch seine Professionalität viel zum Reifen der Kunstwerkstätten beigetragen. Viele seiner Werke befinden sich in Italien, Deutschland und in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Die zweite Generation, 1910 – 1935

Die zweite Generation fing mit Johann Stuflesser an, geboren 1883, der diese antike Tradition unter anderem durch Reisen nach Amerika und England fortführte. Johann war unternehmerisch sehr begabt: nicht nur seine Werke in der kirchlichen Umgebung, sondern auch seine Netzwerke zu spezialisierten Wiederverkäufern waren beneidenswert. Es war sein Einfall einen Ausstellungsbereich ins Leben zu rufen, wo heute noch unsere Kunden etliche Werke bewundern können. Diese zweite Generation wurde jedoch vom Ersten Weltkrieg zwischen 1914 und 1918 verdunkelt. Im Jahre 1918 wurde ganz Südtirol und somit St. Ulrich (damals Tirol, jetzt Ortisei) von Österreich an Italien abgetreten. Durch dies wurden italienische Kunden gewonnen.

Die erste Generation, 1875 – 1910

Der Gründer der Ferdinand Stuflesser Werkstätten war Ferdinand Stuflesser I (geb. 1855), einer der unternehmerischsten Bildhauer seiner Zeit. Er erlernte das Handwerk in der Familie, war bald für sein Können und seine Geschicklichkeit bekannt und hatte schließlich die glückliche Intuition das Studio zu gründen. Der erste nachweisbare Eintrag im Handelsregister ist datiert auf 1875. Bereits Ferdinands Vater, Johann Evangelist Stuflesser, beschäftigte sich mit Bildhauerei. Er hatte in den Jahren zwischen 1840 und 1855 Europa bereist um kleine Holzschnitzereien und Spielzeug zu verkaufen. Er war Teil der Firma „Sanoner, Stuflesser & Mahlknecht” gewesen, die ihre Ware unter anderem in der Rue Mercière in Lyon, Frankreich, anbot. In einer Nacht des Jahres 1857 wurde Johann Evangelist in Marseille Opfer eines Raubmordes. Der Gründer Ferdinand, Bildschnitzer und Pionier in der Kunsthandwerkverteilung, rief in St. Ulrich (jetzt Ortisei) in Gröden eine Werkstätte ins Leben, die sich durch Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit und Kunstleidenschaft von den anderen unterschied. Eine entscheidende Rolle für den Betrieb, der sich damals im Austro-Ungarischen Reich befand, spielte Ferdinands Gemahlin Amalia Senoner. Ihre Liebe zu Fremdsprachen war für die Korrespondenz mit dem Ausland äußerst förderlich. Der junge Holzbildhauer hatte derweil den Mut sich weiterzuentwickeln, neue Techniken und Erfahrungen in seine Arbeit einfließen zu lassen. Es war stets sein Bestreben, handwerkliches Kunstgeschick zu fördern. In seinen Werkstätten, die auf drei Gebäude verteilt waren, konnten 16 Bildhauer, acht Schreinermeister sowie Verzierungsbildhauer und Projektanten organisiert und eingestellt werden. Diesen Künstlern sind andere 100 Bildhauer und Ornamentikschnitzer hinzuzufügen, die für den Betrieb Heimarbeit leisteten. Der Malermeister, der seinerseits 24 Maler und Vergolder anstellte war Luis Kostner. In den Jahren zwischen 1880 und 1914, bearbeitete die Werkstätte eine Unmenge von Aufträgen. So verzeichnet eines der Jahrbücher aus dieser Zeit 70 Altäre. Was nun waren und sind die Stärken dieser Werkstätte die seit 1880 schon auf dem internationalen Kunstmarkt tätig ist? Ohne Zweifel die Qualität der Arbeiten, die Verantwortung, die wir noch immer für die Werke, die unsere Werkstätten verlassen, tragen, die Kommunikation und die technologische Innovation. Die Werke der ersten Phase umfassen Skulpturen, Kreuzwege und imposante Altäre, die sich heute in Kathedralen, Kirchen und Klöstern im Austro-Ungarischen Reich (Österreich, Ungarn, Polen, ein Teil Russlands) befinden. Einige Kunstwerke befinden sich auch im fernen Australien. Ferdinand errichtete das Stuflesser Archiv, in dem auch heute noch Inspiration für neue Arbeiten gefunden wird und das dazu genutzt wird, Werke ausfindig zu machen die in den Werkstätten geschnitzt worden sind. In der damaligen Blüte der Holzschnitzkunst wuchs der Betrieb kontinuierlich heran, nahm an verschiedenen internationalen Messen teil, und wurde an verschiedenen auch prämiert. In den Jahren um 1890 wurde die Werkstätte mit den folgenden bedeutende Anerkennungen dafür ausgezeichnet, sich durch mehrjähriges Engagement in der kirchlichen Kunst hervorgehoben zu haben:

  • Päpstlicher Hoflieferant, “Fornitore di Sua Santità Pio X°”;
  • Prämierung von Seiten des Papstes Leo XIII°;
  • Orden des Heiligen Papstes Sylvester;
  • Päpstlicher Orden "Pro Ecclesia et Pontefice".
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