In Villa de Guadalupe befindet sich die „Basilika der Jungfrau von Guadalupe“. Sie ist das wichtigste Heiligtum Mexikos und eines der bedeutendsten Marienheiligtümer der Welt. Ausgangspunkt der römisch-katholischen Wallfahrt ist eine Marienerscheinung. Der Wallfahrtstradition nach ist die Gottesmutter Maria am 9. Dezember 1531, dort damals das Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens, dem 57-jährigen Indio Juan Diego auf dem Berg Tepeyac erstmals erschienen. Als Juan Diego daraufhin beim Bischof war, entstand auf seinem Mantel auf unerklärliche Weise ein Bild Mariens, der Mutter Gottes. Der Mantel mit dem Gnadenbild "Unsere Liebe Frau von Guadalupe" ist heute noch zu sehen. Juan Diego wurde 1990 von Papst Johannes Paul II. selig- und dann 2002 heiliggesprochen. An der Stelle der Erscheinung wurde dann eine Kirche errichtet. Da der Untergrund absank, musste die Basilika für Besucher und Pilger gesperrt werden. Die neue Basilika, entworfen vom mexikanischen Architekten Pedro Ramírez Vázquez, welche 1974 geweiht und 1975 eröffnet wurde, ist von ihrer Größe und ihrer offenen Architektur sehr beeindruckend. Sie ist somit eine der größten Kirchen weltweit. Dies ist auch deshalb von Bedeutung, da es in Mexiko zu dieser Zeit noch verboten war, Messen unter freiem Himmel abzuhalten.